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Julia Altreuther

Schülerin
18

5. Dezember 2012 Julia Altreuther

Julias Gespräch

3. September 2012 Julia Altreuther

Wake up, Alice dear!

Heute war ein Tag wie jeder, bis jemand durch die Türe kam und sagte: „Es ist etwas schreckliches passiert. Es gab einen Unfall. Eine ältere Dame ist mit ihrem Wagen in eine Apotheke gefahren und hat mehrere Menschen verletzt, darunter wohl auch Kinder. Einige sind schwer verletzt, aber genaueres weiß man noch nicht.”

In der Schule: Schweigen, alle sind mit sich selbst beschäftigt. Unser aller Gedanken waren wie durch eine Explosion durcheinander gebracht worden. Niemand hat damit gerechnet. Warum sollte man sich auch Gedanken darüber machen?! Es betrifft einen ja nicht, oder etwa doch? Diese Frage schienen einige sich dann doch zu stellen und zückten ihr Handy um bereits aufgeregten Familienmitgliedern und Freunden ihre Unverletztheit  zu versichern. Doch was ist mit den Menschen die betroffen sind? Sie werden aus ihrer Welt gerissen.

Immer noch schwebt mir dieser Satz im Kopf: „Es waren auch Kinder betroffen.” Diese Kinder hatten wohl möglich in der vorletzten Woche ihren ersten Schultag. Vielleicht sind sie auch noch etwas betrübt gewesen, weil sie sich mit der gesamt Situation noch nicht anfreunden konnten. Diese Kinder wurden heute aus ihrem Alltag gerissen, ohne sich wahrscheinlich je einen Gedanken über eine derartige Situation zu machen. Warum auch man lebt ja?

Mir ist heute noch einmal vor Augen geführt worden, wie schnell das Leben vorbei sein kann, beziehungsweise sich verändern kann. Es muss nicht viel passieren. Ein Fehler, wie ein kurzes Telefonat während der Autofahrt mit der besten Freundin oder dem besten Freund reichen aus um das Leben vieler Menschen vom Grund auf zu verändern. Welche Verantwortung haben wir, habe ich, bei meinem Handeln?

Schock! Was kann ich tun? Ich möchte helfen – bin zum Nichts tun verdammt!  Beten!

Was geschieht mit der Fahrerin? Wie kann sie mit dieser Schuld leben? Beten, auch für sie!

Ich kann nicht mehr klar denken…

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4. Juli 2012 Julia Altreuther

Zeit

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“
-Lucius Annaeus Seneca

Nun ist es schon einige Wochen her, dass ich den Workshop besuchen durfte. Es war ein besonderes Wochenende, welches mich tief beeindruckt hat. Den Teilnehmern mit ihren ganz individuellen Lebensgeschichten, dem Team, welches uns toll vorbereitet und begleitet hat und den Ehrenamtlichen, die uns liebevoll mit Essen umsorgt haben, gilt mein besonderer Dank. Es war schön in eurer Mitte zu sein.
Ja, es ist schon einige Zeit her, aber ich denke oft und gerne daran.
Die Zeit, meine persönliche Zeit, war in den letzten Wochen sehr knapp. Zu sehr war ich mit Schule, Prüfungen und Krankheit beschäftigt.
Wo blieb die Zeit? Wo ist „meine“ Zeit?
Wie viel Zeit nehme ich mir für mich, meine Familie, meine Freunde?
Oft ist man fremdbestimmt. Aber ist dies auch vergeudete Zeit?
Ich denke nicht, aber sie hat eine andere Wertigkeit.
Jetzt beginnen die Ferien und ich habe wieder mehr Zeit. Zeit schöne Dinge zu tun und etwas mit meiner Familie und Freunden zu erleben. Ich merke, dass Zeit ein Geschenk ist.
Am Freitag werde ich Zeit mit einem sterbenden Menschen verbringen und mich mit ihm unterhalten. Ich bin aufgeregt und gespannt auf die Zeit, die wir gemeinsam verbringen werden.

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