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Jan Schmitz

Auszubildender im Rettungsdienst, anschließend Studium der Humanmedizin
20 Jahre alt

17. Dezember 2012 Jan Schmitz

Wahrer Reichtum

Die reichsten Menschen sind die Erfahrenen, die immer gelebt haben und nie an morgen gedacht haben. Sie haben das wahre Leben gespürt, ganz frei von der Angst vor dem Tod. Sie haben so gelebt, als könnten sie morgen tot sein. So zu leben, hat sie zum wahren Reichtum gebracht. Wie viele Menschen auf der Welt verschwenden ihr Leben mit dem Gedanken an morgen? Sie leben für eine Vorstellung in der Zukunft, die die meisten nie erreichen werden. Und schon ist das Leben vorbei.

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14. November 2012 Jan Schmitz

Jans Gespräch

5. November 2012 Jan Schmitz

‘Du kannst jetzt aufhören!’

Die Vorbereitungen laufen, Kabel werden entrollt, Geräte angeschaltet. Von draußen höre ich Hektik, ein mechanisches Piepen nähert sich, um die Ecke sehe ich eine Vielzahl von Menschen um eine Trage stehen, gehen, angespannt. Umlagern. Da liegt er vor mir. Ein Mann mittleren Alters, blass. Die Haare blutverschmiert, klebend. Die Augen aufgerissen. Mein Blick wandert nach unten. Aufgeschnittene Kleidung, aufgeblähter Oberkörper. Blass. Ich bin überfordert, weiß nicht, was ich machen soll. Alles geht wie von selbst. Immer mehr Menschen betreten den Raum und fummeln an dem einen Menschen rum. Übergabe. Auto gegen Fahrradfahrer. ” Jan, du drückst jetzt!” Ich drücke, unzählige Male an einer Puppe ausprobiert und doch so anders. Ich drücke, lasse mich abwechseln, drücke weiter. Ich funktioniere als Teil der ganzen Maschinerie. Der Maschinerie, die inzwischen im Blut steht. Ich drücke weiter und weiter….  ”Jan, du kannst jetzt aufhören!” Ich höre auf. Ich starre den Mensch, der vor mir liegt, an. Im Hintergrund verschwinden die ganzen Menschen so schnell, wie sie erschienen sind. Ich gucke, kann es nicht so recht fassen. Da liegt ein Mensch, mit seiner ganzen Lebensgeschichte vor dir, im Hintergrund Menschen, die sich die Handschuhe ausziehen und den Raum verlassen. Ich starre, und der Moment wird immer surrealer. -Wer liegt da vor dir? Ein Mensch, was hat er erlebt in seinem Leben, war er zufrieden mit seinem Leben?Was ist nun? Ist es nur eine Hülle? Ist die Seele schon weg? Entweicht sie gerade? - Schichtende, ich verlasse das Krankenhaus, bin irgendwie verwirrt. Was ist da gerade eigentlich passiert? Am liebsten würde ich die bestehende Verabredung mit meinen Freunden absagen. Ich brauche Zeit um nachzudenken über das, was da gerade passiert ist. Da sitze ich in der üblichen Runde, im Hintergrund das pure Leben. Menschen, die sich gegen den Lärm der Musik miteinander unterhalten. Ich denke mir “meine Güte, liegen Leben und Tod nah beieinander. So schnell kann es gehen.”

-Irgendwie ist die Seele schon weggewesen, als der Mensch herein kam. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber ich hab es irgendwie gespürt.-
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Du sitzt noch da - die Anderen gehen - der Abspann läuft, alle haben’s mit angesehn - und DU mittendrin.

Wie ein Mensch lebt, so stirbt er auch. Lebt er klein, stirbt er klein, mit großen Phantasien, ganz gleich ob positiv, ob negativ.

Lebt er groß, stirbt er groß, zufrieden, erwartungslos, selbstlos, mit sich und der Welt, die er gesehen hat, im Reinen. Der Abspann läuft, doch DU mittendrin.

Wie mit der Situation umgehen? Groß lebt groß und stirbt groß. Ist es wirklich so ‘einfach’? Auf einer Weise wirklich bewundernswert, doch ehrlich?- Anfangs, verwirrt, verunsichert, dachte ich: ‘Nein, unehrlich!’ Aber es geht um Begegnung. Selbst wenn es nicht meine oder unsere Ehrlichkeit bzw Realität ist, ist es menschlich zu verstehen, nachvollziehbar, ehrlich. Jeder erfährt in bestimmten Phasen seines Lebens seine ganz eigene Authentizität und die ist von jedem Mensch, für jeden Mensch zu respektieren. Das ist Begegnung. – Abspann

- The END -

 

….für den Einen to be continued, für den Anderen nicht.

 

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7. Juni 2012 Jan Schmitz

Wegschaun’

Es Machen und zu Boden geworfen
werden, wieder aufstehen,
hinausgehen, in die Welt und
weitermachen.

-

Aus Überzeugung die man nicht sieht,
nur spürt, diese nicht aus den Augen zu
verlieren, zu siegen, zu kämpfen.

-

Irgendwann dann kommt der Sinn,
irgendwann, wird man belohnt.
Gestern Gelächter, heute gelobt.

 

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