Payday loans

Nora Maria Puls

Schülerin
17 Jahre alt

7. Juni 2012

Knowing versus believing, that’s the point…

Am Montagmorgen war es, als fiele ich in kaltes Wasser. Ich war noch nicht bereit für den Alltag, ich hatte so viele Gedanken im Kopf, dass ich mich nicht um andere, unwichtigere Sachen kümmern konnte. 3 Tage später, nach einer ordentlichen Portion Schlaf und Zeit für mich selbst habe ich nun endlich die Möglichkeit gefunden zu reflektieren:

Im Alltag ist der Kopf leer, in freien Momenten ist er wieder voll: Ich lachte herzhaft mit einer Freundin, weil wir mal wieder etwas Verrücktes getan hatten. Keine Stunde vorher stand ich in der Straßenbahn und habe geweint. Es kommt und geht, wie eine Welle, die ihren Weg über den Ozean sucht.
Ich habe so viele Fragen, aber ich finde einfach keine Ordnung, keine Antwort. Alles ist so irreal. Ich bin hier und jetzt anwesend, aber irgendwie auch nicht. Irgendwie bin ich überall, wo ich bin, woanders. Dort wo ich denke, dort wo ich fühle. Ich bin abwesend mit meinem Geist und meiner Seele, mit meinem Körper bin ich da. Ich fühle mich getrennt. Meine eine Hälfte versucht den Alltag zu managen, aber die andere ist noch nicht so weit. Die andere braucht Ruhe, Zeit zum Verarbeiten, Zeit zum Überlegen.
Und gerade das ist es, was bei mir im Alltag so oft fehlt und was uns verwehrt den Moment zu leben.

“Everyone knows they’re going to die, but nobody believes it.” (Morrie Schwartz)

Das war der Zustand meines Denkens am Freitagnachmittag. Nun ist es ein anderer. Ich glaube daran, dass ich sterben werde und das habe ich diesem Wochenende, dem Team, dieser überaus bewundernswerten Familie und Christian Schulz zu verdanken!
Aber nicht nur das habe ich gewonnen. Gewonnen habe ich unglaublich viel Wissen über mich. Gewonnen habe ich 29 Verbündete, bei denen ich mich aufgehoben fühle. Gewonnen habe ich – ich vermag es zu sagen – einen sehr guten Freund, mit dem ich mich wann auch immer über meine Gedanken austauschen kann. Gewonnen habe ich die Fähigkeit anderen zu sagen, wie gerne ich sie habe. Gewonnen habe ich die Fähigkeit in jedem Augenblick daran zu denken, dass es der Letzte sein kann…
Herausgestellt hat sich aber auch, dass ich mir noch nicht im Klaren darüber bin, was gerade mit mir passiert und was meine Einstellung zu meinem Ende ist.
Dieses Umdenken hat dazu geführt,  dass ich etwas in meinem Leben verändern möchte. Es hat dazu geführt, dass ich mich verändert habe.
Bei mir hat es „Klick“ gemacht…

Jetzt Kommentieren!