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Denise Bradl

Schülerin
18 Jahre

8. Juni 2012

Schritt für Schritt

Schreiben…Löschen…Schreiben…Löschen.

Keine wirklichen Gedanken – und doch fordern sie, in ihrer Existenz trotzdem bestätigt zu werden, in dem ich sie nieder schreibe.

Schreiben….Löschen…Schreiben…Löschen.

Die Beschäftigung mit dem Tod wühlt auf. Wenn ich eure Blogeinträge lese, merke ich, dass es euch wohl genauso geht, frage ich mich, ob das überhaupt einer von uns erwartet hatte, als er die Bewerbung ausfüllte.

Denken…Verdrängen…Denken…Zulassen.

Mein Magen fühlt sich schwer an, schaue ich auf den Montag, der der Tag meines Gespräches sein wird. Kann ich überhaupt richtig dafür bereit sein?
Dabei spreche ich nur von einem Gespräch. Einem Gespräch, bei dem nicht ich die bin, die dem Ungewissen schon direkt gegenüber steht.

Ein fremder Mensch, der mich kurzzeitig mit nimmt. Mit nimmt, in seine Welt. Mich mit vor das Ungewisse stellt und doch kann ich mich noch verstecken.

Denken…Zulassen…Denken…Wand.

Gedanken konnte ich meist immer nur bis zu einem bestimmten Punkt zu lassen, dann war ich ja doch immer zu schnell dabei, sie wieder weg zu schieben. Die Intensität des vergangenen Wochenendes zeigt sich für mich darin, dass ich meinem Unbewussten stärker gegenüber trete.

“Hallo Gedanke! Komm ruhig näher, ich denk dich durch!”

Eine Parole, die ich wild durch meinen Kopf schicke. Doch immer noch sind da Barrieren, Wände. Ich könnte mir vorstellen, dass ich freier im Kopf wäre, wenn ich eine feste Einstellung zu dem Thema Tod bekäme, ja, wenn ich den Tod jetzt schon vollständig akzeptieren würde.

Wie einfach es sich doch schreibt.

Dieses Projekt bringt mich fast täglich ein Stück weiter zu genau dieser gedanklichen Freiheit. Mehr und mehr fühle ich mich in meiner Mitte, weil ich sie mir erkämpfen muss. Dieses Thema wirft einen nun mal durchgehend aus der Bahn.

Ich bleibe gespannt auf das was kommt.

 ”Begierig zu sehen, in welches Meer der Strom mündet, hast du dein Licht an beiden Seiten angezündet.”  

2 Kommentare


Sehr bewegende Worte die nachdenklich machen und mich sehr berühren.
Bewundere Dich und die anderen Teilnehmer dass Ihr
Euch in dem Alter bzw. überhaupt mit dem Thema Tod
das in unserer Gesellschaft meistens noch ein Tabuthema
ist auseinandersetzt. Ich hätte nicht den Mut und die Kraft
dazu.

12. Juni 2012 14:36

Ich spüre in deinem Text, wie sehr dich dieses Thema bewegt und beschäftigt. Man spürt deinen mut zum leben und die kraft die du für das sterben aufbringst. Bei deinem Interview Partner ist es ganz anders herum , er braucht seine ganze kraft zum leben und Zeigt dir wie mutig er Sterben möchte. Ist das wirklich so? Jeder hat doch angst vor dem gehen…. Du merkst das ich das Wort t.. gerne weglassen möchte…Ich frage mich aber gerade warum? Es ist doch wundervoll wenn man schon diesen grossen schritt gehen durfte und endlich weiss das jetzt etwas kommt was wir mit unseren kleinen Hirnen noch garnicht denken können. Wir möchte alle wissen wie es sich anfühlt vor dieser unendlichkeit zu stehen, wir möchten wissen ob dieser Mensch, sich durch das gespräch mit dir eine tiefe zu friedenheit erfährt und ob du danach noch dieser Mensch sein kannst der du vorher warst. Ich weiss aber eins ganz sicher du wirst einen Menschen gewinnen aucKh wenn du ihn wieder verlieren wirst. Die fragen aller fragen findet niemals eine Antwort …was wird aus dem Mensch danach..Danke das du liebe Denise für uns alle diese fragen stellen wirst die wir gerne stellen würden .Dein Interview Partner wird dir alle Kraft geben die du fürs Leben brauchst…..Ich bin sehr stolz auf dich…. Und meine gedanken sind immer bei dir.

12. Juni 2012 15:32

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