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Judith Mattern


12. Juni 2012

bloß Phantasie, und doch so nah an der Wirklichkeit

- Jung sein.
Die Pyramide besteigen.

 

Schließe ich die Augen, so stell ich mir vor, das Leben sei eine Pyramide, die glanzvoll gen Himmel, gen Licht, gen Heimat strebt und zu deren Füßen eine Stadt liegt.
Anfags fühle ich mich unbeholfen. Der Weg ist steil, der Stein scheint rutschig; mich überkommt die Sorge, dass ich es nicht schaffen könnte.
Das helle Licht blendet mich; ich kann nicht erkennen, was auf mich wartet.
Doch ich beginne meinen Weg; schnell merke ich, dass ich nicht allein bin.
Ich begegne Menschen, die mich begleiten: Menschen, die mir Mut machen, weiterzugehen. Menschen, die mir zeigen, dass es sich lohnt, keine Mühen zu scheuen und Menschen, die ebenso wie ich wissen möchten, was unser Weg ist, was das Licht ist, was für uns der Weg und das Licht bedeuten.

Zeitweise scheint es mir so, als braue sich ein Gewitter zusammen, als habe das Licht es schwer zu scheinen; doch allein der Glaube, dass das nicht die Realität ist, hindert mich am Aufgeben.

Ich merke, dass ich mich mit jedem erklommenen Meter verändere, dass ich dazulerne, dass ich erfahre: zu weinen und zu trauern; zu leben und zu lieben.

Mir drängt sich der Wunsch auf, mit Menschen zu sprechen, die bereits ein Stück weiter sind auf ihrem Weg. Die vielleicht fast ganz oben sind – nahe der Spitze und nahe dem Licht.
Mir drängt sich der Wunsch auf, mich mit ihnen auszutauschen, zu erfahren, wie sie ihren Weg bewältigt haben und was sie glauben, was – vielleicht – auf uns alle wartet, was sie denken über Dinge, die wir noch nicht im Stande sind zu begreifen, zu ergreifen.

Denn mit jedem Schritt nach oben und jedem Blick nach unten, kann ich erkennen, dass die Stadt immer mehr leuchtet. Dass sie jedem von uns ganz individuell zu Füßen liegt; und, dass wir immer mehr Erfahrungen aus ihr schöpfen können..
Und sich dies ganz bewusst vor Augen zu führen, lässt sie nur noch güldener erscheinen.

Aus Erfahrung weiß ich für mich: Je öfter und je intensiver man mit Menschen spricht, die auf dem Weg zum Licht schon ein ganzes Stück weiter sind, desto mehr leuchtet die Stadt, desto leichter fällt der Weg, desto lebenswerter wird das Leben.
Also versuche ich, mir die Spitze der Pyramide ins Gedächnis zu rufen und mir klar zu machen, wieviel mein Leben wert ist. – Denn mit dem Bewusstsein der Endlichkeit wird dies am eindruckvollsten deutlich.

 

Ein Kommentar


“…desto mehr leuchtet die Stadt, desto leichter fällt der Weg, desto lebenswerter wird das Leben.”- :)

12. Juni 2012 21:43

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