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Nora Maria Puls

Schülerin
17 Jahre alt

24. Juni 2012

You only live once…

Das Leben ist wie ein von Künstlerhänden geschliffener Diamant – einmalig und nicht wiederholbar. – Achim Schmidtmann

Ein Jahr hat 365 Tage, 8.760 Stunden, 525.600 Minuten und 31.536.000 Sekunden. Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren macht das 42.048.000 Minuten bzw.  2.522.880.000 Sekunden in unserem ganzen Leben. 2.522.880.000 Augenblicke, die wir geschenkt bekommen haben, um sie zu genießen, zu erleben und zu beleben.
Dadurch, dass diese Zahl so viele Ziffern hat wäre es ja möglich zu denken, dass man genug davon hat. Man könnte sie irgendwann einmal nutzen.
Das Problem ist nur: Mit jedem Augen-Blick  - auch wenn Sie sich gerade diesen Blogeintrag durchlesen – verringert sich diese Zahl um 1. Man hat einmal weniger die Chance sein Leben zu genießen – es zu dem zu machen, zu dem man es gerne hätte. Es auszufüllen und wenn es einmal so weit ist, sagen zu können: Es war so, wie ich es mir gewünscht habe; ich habe das erlebt, was ich erleben wollte; ich habe ge-lebt.

„Man lebt nur einmal [...]  Du lebst nur einmal.“ Ein Satz, der in der Gesellschaft nicht verwirklicht ist. Ein Satz, der nicht geglaubt, sondern weggeschoben wird. Man geht davon aus, dass danach schon irgendwas kommen wird, in dem man immer noch einer selbst ist oder will es erst gar nicht wahr haben, dass es überhaupt dazu kommt.
Nach der Gesellschaft muss man funktionieren, produktiv sein, sein Ich in den Hintergrund stellen.
Man hat Status, wenn man eine bestimmte Qualifikation hat, ein bestimmtes Auto fährt, eine bestimmte Marke trägt, in einer bestimmten Gegend wohnt, nicht zu viel trinkt und raucht.

„Man lebt nur einmal [...]  Du lebst nur einmal.“ Es kommt die Frage auf, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben?  Was einen Wert hat. Gute Klausuren wieder zu bekommen? Einen Lehrgang abzuschließen? Das Abi (mit einem möglichst guten NC) zu machen? Arbeiten zu gehen? Das Zimmer aufzuräumen? Hinter irgendwelchen organisatorischen Sachen her zu rennen? Nicht zu trinken und zu rauchen? Ist das dann nicht alles völlig unwichtig? Schließlich leben wir nur einmal!
Doch wie soll ich studieren können, wenn es mein Wille ist und ich kein Abi habe? Wie soll ich mir meine Träume erfüllen können, wenn ich nicht arbeiten gehe? Wie soll ich mich Zuhause wohl fühlen, wenn alles unordentlich ist? Wie soll ich mich gut fühlen, wenn es da nicht irgendeine Art von Sucht gibt?

Geht es nicht viel mehr darum einen Kompromiss zu finden?! Eine Güterabwägung zu machen?! Ist mir der gute Abschluss eines Lehrgangs wert, wenn ich dafür eine Party sausen lasse. Muss ich jetzt unbedingt die Überstunden machen, wenn ich dafür Zuhause etwas mit meiner Familie machen könnte. Was ist mir jetzt, in diesem Augenblick wichtiger? Was trägt dazu bei, dass ich in ca. 63 Jahren sagen kann: Ja, mein Leben war so und besser als ich es mir je hätte erträumen können.

Läuft es nicht im Endeffekt darauf hinaus ein bisschen mehr auf sich selbst zu achten; sich nicht von den ganzen Anforderungen im Alltag durch die Gegend schubsen zu lassen?! Sich Ziele zu setzen, die einen glücklich machen?! Darauf, auch mal etwas Verrücktes, Unerlaubtes und Außergewöhnliches zu tun?!
Darauf, zu versuchen jeden einzelnen dieser 2.522.880.000 Augenblicke zu genießen, zu erleben und zu be-Leben?! Selber der Künstler zu sein und seinen Diamanten zu schleifen?!

 „Du lebst nur einmal.“ – Ein beiläufiger Satz, den ich nie mehr vergessen werde.

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