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Jonas Roos

Student
20

28. Juni 2012

Reflektion

Drei Wochen ist der Workshop nun her und zwei Wochen mein Gespräch. Es war eine Zeit in der ich viel über das Gespräch nachdenken konnte. Eindrücke, die mir der Mann gab und vor allem immer wieder der Gedanke, wie vergänglich doch alles ist.

Es sind gerade die kleinen Momente im Alltag, die einen zum Nachdenken anregen. Momente in denen man einfach nur da liegt und nichts macht.

Soll man sich nicht doch lieber wieder aufrappeln und los legen? Verschwende ich gerade meine Zeit? Was würde wohl passieren wenn ich jetzt wieder losgehe? Wie könnte sich mein Leben verändern?

Viele dieser Fragen sind mir in den letzten Wochen in den Kopf geschossen.

Er gab mir den Tipp immer rechtzeitig zum Arzt zu gehen und immer auf mich aufzupassen.

Aber soll ich wirklich immer nur auf mich aufpassen? Verschwende ich dann nicht meine Zeit? Nur was wäre wenn mir jetzt etwas passiert, weil ich ausgegangen bin?

Für mich liegt die Wahrheit dazwischen! Man sollte sich immer seiner Sterblichkeit bewusst sein und auch der seiner Freunde und Familie. Jedoch sollte dieser Gedanke einen nicht ängstigen. Ist es nicht vielmehr so, dass dieser Gedanke einen die schönen Momente noch intensiver erleben lässt?

Zu wissen dass das Leben nicht für immer ist, hat bei mir bewirkt das ich mir weniger Sorgen um meine Zukunft mache. Was bringt es jetzt schon zu planen was man in zwanzig Jahren macht und dann letztendlich alles anders kommt?

Es ist nicht so, dass ich jetzt nur noch für den Moment lebe und gar nicht an die Zukunft denke. Ich versuche jedoch einzelne Momente intensiver aufzufangen und den Moment mehr zu genießen, denn letztendlich lebt man nur in dem Moment in dem man sich gerade befindet.

Ein Kommentar


Lieber Jonas,

dein Interview und deine Reflektion haben mich sehr berührt! Es freut mich, dass du durch dieses Projekt ein noch intensiveres Lebensgefühl für den Moment gewinnen konntest. Du bist ein junger Mensch und da ist es klar, dass du die Zukunft nicht ganz aus den Augen verlieren darfst, aber einfach mehr im Hier und Jetzt leben und zudem immer bei Entscheidungen auf dein Bauchgefühl hören! Ich selbst bin seit 5 Jahren ehrenamtlich Sterbebegleiterin und seit 2 Jahren Trauerbegleiterin.Diese Arbeit erfüllt mich sehr und ich bin sehr dankbar für all die besonderen Momente, die ich dabei erleben durfte.Ich habe 3 Kinder, einen Sohn in deinem Alter…von daher möchte ich dir und allen anderen beteiligten jungen Menschen meinen höchsten Respekt aussprechen, dass ihr euch mit dem Thema Tod auseinander gesetzt habt.Ich wünsche dir für deinen weiteren Lebensweg noch viele tolle Begegnungen, denn: ES SIND DIE BEGEGNUNGEN MIT DEN MENSCHEN, DIE DAS LEBEN LEBENSWERT MACHEN!!!! Herzliche Grüße K. Lorenz

23. Februar 2013 16:08

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