Payday loans

Nora Maria Puls

Schülerin
17 Jahre alt

16. Februar 2013

Unsere Reise

Der Mensch ist auf Reise;
Empfindet das Enden als nicht fair;
Besteht auf sein Recht diese Reise ausführen zu dürfen und können.
Dabei war das Ausführen dieser Reise so unwahrscheinlich, so unwahrscheinlich wie eigentlich alles.
Daraus resultieren der unendliche Wert und das Wunder dieser Reise. Warum schätzt er sie nicht dem Maße der Unwahrscheinlichkeit angemessen?

Vielleicht, weil er jeden Morgen in den Reisealltag eintaucht, vor dem Gedanken an das Ende der Reise fliehend. Dabei ist das Ende durch den Reiseantritt schon beschlossen.

Vielleicht, weil jedes Ende eines Reiseabschnittes einem Schnitt gleichkommt. Er wird den Schutz verlieren, den ihm der Abschnitt gegeben hat. Er wird vielleicht zunächst hinfallen, eine Lücke fühlen und eventuell Angst haben vor dem Ende der großen Reise.

Dies sind aber auch Zeichen dafür, dass jeder noch so kleine Reiseabschnitt einen Wert hat. Zeichen dafür, dass die Reise weitergeht. Er sollte weiterreisen und schätzen!
Weiterreisen, weil ihm doch zuletzt nichts anderes übrig bleibt, als seine Reise zu beenden.
Schätzen, das Reisen als Beenden der Reise.

 

Unser Leben gleicht einer Reise mit ganz vielen Reiseabschnitten. So war auch das Projekt ein ganz besonderer und vielleicht einer der wichtigsten Reiseabschnitte auf meiner großen Reise.
Diesen vorerst letzten Blogeintrag würde ich gerne dazu nutzen, um mich für diesen Reiseabschnitt zu bedanken:

Zunächst möchte ich Ihnen allen danken für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Kommentare und Ihre Gedanken.
Mein ganz besonderer Dank gilt in diesem Fall allen Gästen der gestrigen Premiere. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sich auf unser Projekt und den dazu entstandenen Dokumentarfilm einzulassen. Danke für die vielen, vielen Komplimente. Sie haben mich sehr geehrt und den gestrigen Abend für mich zu einem sehr besonderen Reiseabend gemacht.
Falls Sie Anregungen oder Fragen haben, können Sie diesen Artikel gerne kommentieren. Ihr Kommentar wird mich dann per Email erreichen. Desweiteren finden alle Gäste der gestrigen Veranstaltung meine Email-Adresse unter einem Artikel auf den letzten Seiten des Programmheftes. Es würde mich sehr freuen!

Mein Dank gilt aber auch dem gesamten Projektteam:
Angefangen bei Christian Schulz und Martin Schnell für die Initiierung des Projektes, Eure Begleitung und Eure Unterstützung,
über Gesa Schatte und Margit Schröer für die Organisation und Eure Aufmerksamkeit in Bezug auf unser/mein Wohlergehen,
über Andreas von Hören und Tim Gontrum für die wahnsinnig aufwendigen, berührenden aber auch spaßigen Dreharbeiten,
über Christine Dunger und Andy Schütz für die Organisation und all dem, von dem man manchmal nichts mitbekommen hat,
bis hin zu Kerim Kortel und Florian Jäger für Eure kleinen Aufgaben, die zu echt großen wurden und unsere Gespräche.
In diesem Bezug gilt aber auch mein Dank dem gesamten Team der Palliativstation der Düsseldorfer Uniklinik, auf der wir alle immer herzlich willkommen waren.

Besonders danken möchte ich ebenfalls Hanne, Frank und Dajana W., ohne die ich diesen Reiseabschnitt nicht in der Form hätte erleben können, in der ich ihn erlebt habe. Ich möche Euch danken für Eure Zeit, Eure Offenheit, Eure Zuneigung und Eure Wertschätzung mir gegenüber.

Außerdem möchte ich den 29 anderen jungen Menschen danken: Für Eure offene Begegnung, Euer Interesse, Eure Denkanstöße und Euer Mitsein. Mein besonderer Dank gilt in diesem Fall Catherine Kroll und Dennis Wilke.

Doch neben all diesen Personen innerhalb des Projektes, gab es auch noch ganz viele andere Menschen, die mich auf ihre ganz eigene Art und Weise während meiner Projektzeit begleitet haben. Ich bin sehr glücklich darüber und deshalb möchte ich auch Euch danken. Um nur ein paar zu nennen:
Meine Eltern Birte & Klaus-Joachim Puls, meine Oma Gerlinde Hannappel, meine gesamte Familie, Nora Sch., Moritz Faust, Julia Altreuther, Friederike M., Barbara K.-H., mein Freundeskreis, mein gesamter Erdkunde Leistungskurs der B.M.V.-Schule in Essen und viele, viele mehr…

DANKE!

3 Kommentare


Hallo Nora, ich bin die Mama von Denise und war gestern mit Densie und ihrer Freundin Isabell bei der Veranstaltung. Deinem Bolgeintrag hier ist nichts mehr hinzuzufügen. Du hast alles gesagt. Danke.
Auch wir danken jedem Einzelnen, der an dem Projekt mitgewirkt hat. Es ist sehr gelungen.
Denise, Isabell und ich haben erstmal lange geschwiegen. Den Abend mussten wir erstmal setzen lassen.
Die Gespräch im Film waren sehr ergreifend.
Ich selbst habe noch einen Film gekauft. Den werde ich am Montag meiner Chefin geben. Ich arbeit in einem Seniorenheim. Der Tod geht bei uns ein und aus. Trotzdem stelle ich immer wieder fest, wie auch unter unserem Personal es immer noch Leute gibt, die kreidebleich werden, wenn ein Bewohner verstarb. Sie betreten nicht mal mehr das Zimmer. Das finde ich traurig.
Aus Dank, dass es mir meine Chefin spontan möglich machte, mit Denise zur Filmpremiere zu kommen, werde ich ihr am Montag den Film als ein kleines Geschenk überreichen. Ich bin mir sicher, als Leiterin des Seniorenheimes wird sie sich dafür sehr interessieren und den Film sehr gut in internen Fortbildungen nutzen können.
Denise selbst arbeitet an einem Referat zu diesem Thema in ihrer Schule. Sie wird Auschnitte aus dem Film dafür verwenden und wird ihr Erfahrungen die sie im Workshop gemacht hat mit einbringen. So wie ich Denise kenne, wird sie ihre Klasse, einschließlich des Lehrer zum Nachdenken bringen.

LG
Melanie Bradl

16. Februar 2013 16:19

Hallo Frau Puls,

mein Name ist Siegfried Thiel und ich arbeite als ehrenamtlicher Mitarbeiter in einem stationären Hospiz in Hochdahl in der Nähe von Düsseldorf.
Ich bin durch einen Kollegen von Ihrem Projekt aufmerksam gemacht worden und habe mir alle Interviews angeschaut.Ich bin sehr beindruckt, besonders von Ihrem Interview.In diesem Interview sind Sie unglaublich authentisch, empathisch und meiner Eerachtens ausgestattet mit einer sehr hohen emotionalen Kompetenz.
Viele Fragen, auf die es manchmal keine Antworten gibt,Ängste und viele andere Facetten, die mit dem Leben und dem Sterben zu tun haben,finden sich in den Filmen wider.Dieses erlebe ich oft im Rahmen der Begleitung der Bewohner und deren Angehörige.Und doch habe ich für mich selbst noch einmal viele neue Eindrücke und andere Sichtweisen bekommen, die sehr hilfreich sind für meine Arbeit im Hospiz.

Nochmals vielen Dank für dieses Projekt, die Interviews und Ihre Kommentare zu diesem Projekt.

Herzliche Grüße

S.Thiel

19. November 2015 10:41

Lieber Herr Thiel,

Vielen Dank für Ihre so positive Rückmeldung!
Es freut mich, dass wir auch jetzt noch – 2 1/2 Jahre nach Beendigung des Projektes – auf so große Resonanz stoßen.

Vielleicht haben die Gespräche ja auch Ihr Interesse an dem im Rahmen des Projektes enstandenen Film “Berührungsängste” geweckt. Erst gestern haben wir ihn noch im Rahmen einer Hospizveranstaltung vorgestellt.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Arbeit weiterhin alles Gute!
Beste Grüße,
Nora Puls

19. November 2015 15:19

Jetzt Kommentieren!